Rottaler Kulturlandschaft

In der naturnahen Rottaler Kulturlandschaft am Schnittpunkt der Kantone Luzern, Bern und Aargau bzw. rund um die Klosteranlage St. Urban sind viele traditionelle Elemente und Besonderheiten wie etwas die Wässermatten erhalten geblieben. Neben 120 national oder international gefährdeten Tier- und Pflanzenarten siehe National Prioritäre Arten) ist zum Beispiel auch die Vielfalt der seltenen Obstsorten gross. Der kulturelle und natürliche Reichtum hat mit den politischen und kulturellen Grenzen zu tun, ist aber auch dem pflegenden Einsatz verschiedenster Partner zu verdanken.

Übersicht Rottaler Kulturlandschaft (.pdf, 134KB)

Die Rottaler Kulturlandschaft bzw. das Einzugsgebiet der Rot erstreckt sich über die Flächen oder Teilflächen von 14 Gemeinden:
Fischbach LU, Grossdietwil LU, Altbüron LU, Roggliswil LU, Pfaffnau LU, Murgenthal AG, Roggwil BE, Untersteckholz BE (heute Langenthal), Obersteckholz BE, Busswil BE, Madiswil BE (Ghürn), Melchnau BE, Reisiswil BE und Gondiswil BE.

Ursprünglich gab es inmitten der Rottaler Kulturlandschaft ein sehr bedeutendes Zentrum des Schweizer Mittellandes, nämlich das Kloster St. Urban. Ausserhalb des Rottals unterhielt dieses Ländereien vom Bielersee über das Napfgebiet bis in den Thurgau. Mit seiner Auflösung im Jahr 1848 fiel dessen Scharnierfunktion dahin und die zur Hauptsache seit der Reformation entstandene Kulturgrenze entlang der Rot wurde stärker und wirkt in vielen Bereichen bis heute nach. So beispielsweise im Bereich der Medien, im Bildungswesen, natürlich in Politik und Verwaltung, und sogar bei den Jasskarten (deutsche im Kanton Luzern, französische im Kanton Bern).